Michael Zinganel: Beißhemmung im gut umhegten Revier

Revolution war anderswo. In Graz haben sich avancierte Kunst und Politestablishment gerne familiär arrangiert, meint Michael Zinganel.

Graz ist nicht als Ort fortschrittlicher politischer Rebellionen berüchtigt. Alle Zugeständnisse wurden erreicht, noch bevor sich jemand für den Kampf hätte bewaffnen können. Nicht die Statue eines bürgerlichen Revolutionärs, eines Dichters oder Philosophen ziert in Graz den Brunnen des Hauptplatzes, sondern die eines aufgeklärten Aristokraten: Erzherzog Johann, Bruder des Habsburgerkaisers, der Anfang des 19. Jahrhunderts dem Wiener Hof den Rücken zukehrte, eine Bürgerliche heiratete und sich ohne offizielle politische Funktion und unter Einsatz seines „Privatvermögens“ der Modernisierung der Steiermark, vor allem auch des Kultur- und Ausbildungsbereiches widmete. Es gibt kaum eine Institution, die er nicht miterfunden oder auf solidere Beine gestellt hätte – und nach ihm sind heute die landeseigenen Museen und Forschungseinrichtungen Joanneum benannt.

Viele – durchaus auch wohlwollende – Kritiker aus dem lokalen Kulturbetrieb meinen, dass die Wurzeln für den kulturellen Ehrgeiz der Region in ihrer Vorgeschichte zu finden sind. Aus dem Blickwinkel eines Herrschaftsdiskurses hatte die Stadt Graz, wie viele Provinzstädte, deren historische Bausubstanz so auffallend hübsch gestaltet ist, einstmals eine bedeutendere politische Rolle inne als heute: Von 1379 bis 1619 war Graz Residenzstadt der Habsburger, die von hier aus „Innerösterreich“ regierten, zu dem die Steiermark, Kärnten und Teile des heutigen Italiens und Sloweniens gehörten. Doch schon 1619 zog sich der Hofstaat aus Angst vor den wiederholten Angriffen osmanischer Armeen in die Wiener Hofburg zurück, Graz wurde unzweifelhaft zu einem Standort zweiter Wahl.

1918, nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, ging ein Großteil der Gebiete der Monarchie an die Kriegsgegner, das Land schrumpfte auf seine heutige bescheidene Größe und Graz geriet in seine eigenartige grenznahe Randlage. Viele der Bewohner imaginierten aber weiterhin eine mentale Herrschaft über ein weit größeres Territorium. Als Hitlers Nationalsozialisten einen Bedeutungszuwachs versprachen, waren überdurchschnittlich viele Grazer schon übergelaufen – lange bevor die Truppen des neuen Diktators die Landesgrenzen überschritten. Hitler dankte es ihnen: Bei seinem Besuch 1938 rief er Graz zur „Stadt der Volkserhebung“ und zum „Bollwerk gegen den Südosten“ aus. Der großformatige Gobelin mit dem gleichnamigen Titel, den der Grafiker Heinz Reichenfelser, 1938 der Gestalter der Gedenkfeier für die Opfer des gescheiterten Putsches der Nationalsozialisten gegen Dollfuß, mit Hans Stockbauer entwarf, und der den heroischen Kampf um das Deutschtum im südsteirischen Grenzland darstellte, hing bis ins Jahr 2009 unbehelligt im Grazer Rathaus.

Von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart bildete der zweifelhafte Ruf als Stadt der Volkserhebung (für Hitler, nicht gegen ihn), als unbelehrbare braune Hochburg und als langweilige von Pensionisten dominierte Provinzstadt eine Motivation zur kulturellen und politischen Neubestimmung für jüngere Generationen von Politikern, Intellektuellen und Kulturschaffenden; darunter überraschend viele mit konservativem, katholischem Hintergrund, deren progressive kulturelle Äußerungsversuche wiederholt auf einen überaus resistenten Widerstand von rechts außen stießen. Dieser äußerte sich durch rhetorische Offensiven gegen zeitgenössische Kultur oder gar durch aktionistischen Protest wie Mist abladen vor Ausstellungshäusern oder Brandanschlägen auf Kunstwerke.

Auch in den 1960ern krachte es nicht auf den Straßen. Stattdessen wurden von 1959 bis 1968 unter wohlwollender Beteiligung des nunmehr bürgerlichen politischen Establishments das Forum Stadtpark, die Dreiländerbiennale trigon und der steirische herbst begründet, die der Provinzhauptstadt trotz ihrer bescheidenen Größe und geografischen Randlage eine international anerkannte Rolle als Netzwerkknoten avancierter Kulturproduktion zuwiesen.

Bevor 1968 die Gründung des steirischen herbst unter dem christlichsozialen Kulturlandesrat Hanns Koren erfolgte, war die Grazer Kulturszene bereits in Aufbruchsstimmung: 1959 wurde die Künstlervereinigung Forum Stadtpark gegründet. Sie erkämpfte ein von der Stadt zum Abbruch freigegebenes Café im Stadtpark als Spielstätte und eröffnete im November 1960 das mit Spendengeldern renovierte Gebäude mit der Ausstellung „Bekenntnis und Konfrontation“ – geweiht vom Bischof und unter musikalischer Begleitung der Militärblasmusik. Noch im selben Jahr erscheint hier die erste Nummer der Literaturzeitschrift manuskripte, die vorerst den Ruf der Stadt als kulturelle Hochburg prägen sollte. Hier begann auch Wolfgang Bauers Karriere, als 1962 seine beiden von absurdem Theater und existenzialistischen Dramen inspirierten Einakter „Der Schweinetransport“ und „Maler und Farbe“ uraufgeführt wurden. Hier nahm ab 1963 Peter Handkes literarische Aktivität Gestalt an, der in Graz von 1961 bis 1965 Jus studierte.

In der Absicht, Graz zumindest in kulturellen Belangen wieder in das Zentrum eines weiträumiger imaginierten Hoheitsgebietes zu positionieren, wurde 1963 von der Landesgalerie die Dreiländerbiennale trigon begründet, ein Vergleichsforum für bildende Künstler aus Österreich, Jugoslawien und Italien, den Territorien des ehemaligen Innerösterreichs. An diese „großsteirischen“ Ambitionen anzuknüpfen wurde wiederholt von konservativen Politikern eingefordert, zuletzt auch vom aktuellen Kulturlandesrat Christian Buchmann.
Ebenso bedeutend für das Kulturschaffen war das große Engagement des öffentlich- rechtlichen Radio- und Fernsehmonopolisten ORF, dessen Landesstudio viele Lesungen mitschnitt, Erstlingsarbeiten veröffentlichte und großzügig Hörspielaufträge vergab. Seit 1968 veranstaltete der ORF auch jährlich das musikprotokoll – ein Festival zeitgenössischer experimenteller E-Musik, das vom ORF- Landesintendanten Emil Breisach und Peter Vujica – von 1982 bis 1989 Intendant des herbst – in Kooperation gegründet wurde. Der steirische herbst als Festival aktivierte die Synergien der lokalen Initiativen und Ambitionen: Er kombinierte den multidisziplinären Ansatz der Künstlervereinigung Forum Stadtpark mit dem internationalen Wettbewerbsgedanken von trigon und der finanziellen und medialen Durchschlagskraft des ORF. Durch finanzielle Zuschüsse ermöglichte es das Festival allen avancierten Veranstaltern, zumindest einmal im Jahr eine große, risikoreichere, international ausgerichtete Produktion zu realisieren und durch die zeitliche Verdichtung und verstärkte Medienpräsenz – trotz der Randlage der Stadt – eine erweiterte Öffentlichkeit zu gewinnen.
Dabei kamen dem herbst seine Skandale durchaus zugute: 1972 entlud sich erstmals der Volkszorn. Auslöser war das offizielle Werbeplakat, das der Künstler und Grafiker Karl Neubacher in Workshops mit den Freizeitgruppen steirischer Industriebetriebe entwickelt hatte: Es zeigte einen korpulenteren Mann von hinten, der sich seine Hose rauf- oder runterzieht. Die Grazer glaubten, einen diesem Akt vorausgehenden oder folgenden Stoffwechselprozess zu erkennen, und bezogen diesen auf ihre Stadt. 1975 expandierte die Erregung dann weit über die Grenzen der Steiermark: Wolfgang Bauers Aufführung der „Gespenster“ im Grazer Schauspielhaus, das selbstbezüglich die Schreibblockade eines Dramatikers und die Alkohol- und Sexualexzesse seiner fadisierten Clique schilderte, wurde vom ORF engagiert aufgezeichnet und zu später Stunde im Fernsehen gesendet. Hanns Koren, Kulturlandesrat und Landtagspräsident, Gründer des steirischen herbst, wurde angesichts der Nacktszenen persönlich der „Pornografie im Fernsehen“ beschuldigt. Er trat ein Jahr später tatsächlich zurück. Von der Skandalberichterstattung ausgenommen blieb, dass in diesem Stück sein eigener Sohn als Hauptdarsteller mit auf der Bühne stand, ein vorzüglicher Beleg für das enge – in diesem Falle wortwörtlich – „familiäre“ Nahverhältnis von konservativer kulturliberaler Politik und avancierter, deftiger, provokativer Kunst.

Für weitreichende Förderung und Präsenz von Medienkunst sorgte vor allem ein privates Unternehmen, der Grazer Schuhhersteller und -händler Humanic, damals ein großes, aber noch mittelständisches Familienunternehmen. Der Leiter der Werbeabteilung Horst Gerhard Haberl, Anfang der Siebzigerjahre Assistent in der Neuen Galerie in Graz und stark involviert in der Kunstszene der Stadt, entwickelte mit Künstlern, Grafikern und Werbetextern das neue Markenzeichen des Unternehmens „Franz“ und kommunizierte dieses über avantgardistische TV- Werbespots. Es folgten Aufträge an eine Vielzahl prominenter Künstler, Schriftsteller und Musiker. In Österreich war die Marke so bekannt wie heute Red Bull. Das Unternehmen blieb als Sponsor und Mäzen noch viele Jahre tätig, auch nachdem H. G. Haberl es verlassen hatte, um Kulturchefredakteur der Kleinen Zeitung und schließlich Intendant des steirischen herbst zu werden.
Bei so viel fürsorglicher Hege und Pflege hielt sich der politische Aktionismus in Graz in Grenzen. Er fand vorrangig in Innenräumen statt, innerhalb der jeweiligen Medien, oder innerhalb des Betriebssystems Kunst.
Entgegen der Selbstwahrnehmung als Bottom-up-Bewegung und subversive Avantgarde ist die steirische Kulturszene auf einen näheren Blick von einer überraschenden Nähe zum politischen Establishment gekennzeichnet: Der herbst selbst ist eine Gründung der Landesregierung, im Forum Stadtpark war ein Sekretär des Landeshauptmannes jahrelang Vereinskassier, das Haus der Architektur wurde von einem engagierten Beamten der Landesbauabteilung initiiert, finanziert und administrativ begleitet.
Dieses Nahverhältnis war so amikal und familiär, dass es niemandem mehr auffiel, natürlich waren dabei die Mittel niemals ganz gerecht verteilt. Aber fast jede Gruppierung hatte hier ihr eigenes geschütztes Biotop und ihr eigenes Einkommen in einem Netzwerk aus öffentlichen Förderungen und Brotjobs in öffentlich-rechtlichen Medien oder anderen landesnahen Großprojekten – wie beispielsweise den Steirischen Landesausstellungen.

Die Landesausstellungen waren populärwissenschaftliche Themenausstellungen mit starkem Lokalbezug, die von einem Team der Landesregierung entwickelt und umgesetzt wurden. Sie folgten dem Beispiel von landwirtschaftlichen Mustermessen, Kunstexpositionen und den Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts und sollten ein möglichst breites Publikum ansprechen. 1959, im selben Jahr, als das Forum Stadtpark gegründet wurde, widmete sich der erste Testlauf – natürlich – dem Gründungsvater der Volksbildung „Erzherzog Johann“. 1964, ein Jahr nach der ersten trigon-Ausstellung, folgte das dazu passende Thema „Graz als Residenz Innerösterreichs“. Ab 1978 fanden die Landesausstellungen alle zwei Jahre und ab 1986 sogar jedes Jahr abwechselnd in unterschiedlichen Provinzgemeinden der Steiermark statt. Dabei wurden nicht nur die Anwesen von Schlossherren oder Industriedenkmäler saniert und als Tourismusattraktionen aufbereitet, sondern auch Architekten und Künstler gut bezahlt als Gestalter neuer Erlebniswelten beschäftigt.
Die besondere Nähe von Kunst und Politik fiel vor allem jenen auf, die noch nicht wie selbstverständlich an die lokalen Fördertöpfe herangewachsen waren, zum Beispiel Ansgar Schnizer, Punk und Physiker, dessen Umfeld (zu dem auch ich gehörte) neben einer linken politischen Orientierung von der Comic-, Trivial- und Populärkultur begeistert war, sich (vorerst) der Professionalisierung seines künstlerischen Treibens verweigerte – und als Punks vom Subventionsfluss (noch) ausgeschlossen war. Als 1986 Gelder für die Produktion eines Musikvideos lukriert werden sollten, beschloss die Band, diesen Prozess gleichzeitig als – zugegeben: ungestümen, rüpelhaften – Assimilierungsversuch an das Kunstestablishment zu funktionalisieren und dabei gleichzeitig das Grazspezifische Nahverhältnis von Politik und Avantgarde ironisch zu thematisieren.

Bewaffnet mit comicartigen Video-Requisiten, bemalten Styropor-MPs und Pistolen sollten
Geldbündel aus geschnitztem Holz gegen echtes Geld getauscht werden. Horst Gerhard Haberl, damals Chef der Kulturabteilung der Kleinen Zeitung, konnte so zumindest gewonnen werden, den amtierenden Kulturstadtrat zum Mitspielen zu überreden und das Projekt prominent über die Kulturseiten seiner Tageszeitung zu kommunizieren. Der Kulturstadtrat spielte mit, zahlte sich seine Ausstattung Mercedes und Chauffeur aus eigener Tasche und verkleidete sich als konservativer Politiker, um als Opfer in einer unblutigen Nachstellung der Schleyer-Entführung aufzutreten. Das ungeschnittene Video wurde danach Kultursprechern der beiden großen Parteien angeboten, um es gegen richtige Subventionen einzutauschen. Das war dann doch zu frech – für ein paar Jahre blieben die Fördertöpfe geschlossen.

Allerdings fiel die spezifische Nähe von Kunst und Politik der Mehrheit der Akteure im Kunstbetrieb dann sehr wohl auf, wenn Politiker neu mitmischen wollten, die selbst nicht in diesem familiären Netzwerk mit groß geworden sind: wie beispielsweise 1996, als die konservative kulturpolitische Hegemonie in der Steiermark zum ersten Mal in der Nachkriegszeit durchbrochen wurde und mit Peter Schachner-Blazizek ein ehrgeiziger, kulturpolitisch ahnungsloser und in der lokalen Szene ganz und gar nicht integrierter Sozialdemokrat und Wirtschaftfachmann das Kulturresort des Landes übernahm und sich über „neue“ kulturelle Projekte profilieren wollte: Schachner verdankt die Steiermark sinnvolle Initiativen wie die inhaltliche Neuausrichtung der Landesausstellungen an zeitgeschichtlich relevanteren Themen, aber auch zweifelhafte, konservative, teure und vermeintlich publikumsattraktive Ausstellungen wie „Egon Schiele“ (1997), „Wege des Impressionismus“ (1998) und „Die Farben Schwarz“ (1999) im Joanneum. „Unser Ziel ist es, jedes Jahr eine internationale Ausstellung zu präsentieren und damit auch das Joanneum als größtes Landesmuseum Österreichs überregional neu zu positionieren. Vor allem in Hinblick auf das Jahr 2003, in dem Graz Kulturhauptstadt Europas sein wird, gewinnt diese Intention besondere Bedeutung“, argumentierte Schachner damals.
Im Kulturhauptstadtjahr 2003 ist er nicht mehr im Amt, als die touristische Funktionalisierung von Kunst als Faktor des Citymarketing ihren Höhepunkt erreicht. Diese scheint zunehmend zum Konsens über alle Parteigrenzen hinweg zu werden. 2003 ist es wieder eine Allianz aus (bereits pensionierten) Politikern und ORF-Programm-Intendanten, die die großen Programmpunkte und deren Kommunikation maßgeblich prägen. Graz ist wie schon bei trigon im internationalen Wettbewerbsfieber. Nun sucht man aber über ein ganzes Jahr und in ganz Europa gebührende Aufmerksamkeit zu finden: mit signifikanten Großbauten und Großprojekten. Aber auch die kleinen Institutionen reichen 2003 überraschend unproportional teure Projekte ein. Alle wollen sie groß hinaus. Alle machen mit. Erst in den Katerjahren ab 2004 wird klar, dass die hohen Ausgaben der öffentlichen Hand (z.B. die Raten der Leasingfinanzierten Bauten) auch irgendwo eingespart werden müssen. Da war von Wirtschaftkrise noch keine Rede.

Im Rahmen der sich anbahnenden Mangelverwaltung darf man Kurt Flecker – von 2005 bis 2009 sozialdemokratischer Landeskulturreferent – eine durchaus würdigenswerte Umverteilung in der Kulturpolitik attestieren. Durch den Ersatz der alljährlichen Landesausstellungen durch eine biennal stattfindende Regionale konnte er langfristig gebundene Gelder freispielen. Der Versuchung eines selbst inszenierten Großereignisses konnte auch er nicht widerstehen: Mit dem Projekt „absolutely free“ im Landesmuseum Joanneum, einer großteils partizipatorisch angelegten „Revue“ der Träume und Revolten der 1968er- und Woodstock-Generation, wollte er sich in Abgrenzung von seinen Vorgängern als explizit Subkulturaffin profilieren: erfolgreicher als beabsichtigt, denn mit maßgeblicher Unterstützung der Kronen Zeitung provozierte die Statue eines 10 Meter hohen Joints vor dem Haupteingang endlich wieder die Graztypische Erregung, die bislang nur dem herbst vorbehalten war – und der linke Landeskulturreferent durfte in der Polemik einen neuen Spitznamen ausfassen: „Haschisch-Kurtl“.

Erst heute, wo allzu offenkundig ist, dass die fetten Jahre vorbei sind, dass die Subventionen für Kunst und Kultur massiv zurückgefahren werden, regt sich zarter Widerstand gegen die Kulturpolitik – und gegen allzu mächtig erscheinenden Vertreter großer Institutionen. Der Fokus der Kulturpolitiker schwenkt aber indessen von der Kunst auf ökonomisch direkt vermarktbare kulturelle Produktionen. In der neu ernannten City of Design wünscht sich die Politik nun nicht mehr im Lichte der Avantgarde – oder Subkultur – zu sonnen, sondern im schicken Lifestyle der Creative Industries.
Michael Zinganel arbeitet als Architekturtheoretiker, Künstler und Kurator in Graz und Wien. 2009 entwickelte er für die herbst-Ausstellung „Utopie und Monument“ eine dialogische Stadtführung, im diesjährigen Festival nimmt er am Marathon- Camp „Truth is concrete“ teil.

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